Tennisdamen 50 aus Lette sind seit 10 Jahren erfolgreich

Es ist schon erstaunlich - alle Teammitglieder sind eher Tennis-Spätstarter und einen Trainer haben sie auch nicht. Das hält die Truppe um Mannschaftsführerin Marianne Füchter aber keineswegs davon ab, Jahr für Jahr erfolgreich in der Verbandsliga mitzumischen.

Die Truppe ist eingespielt, fast alle heute noch aktiven Damen waren auch beim Aufstieg in der Verbandsliga 2005 mit an Bord. Zum Team gehörten damals noch Ulla Lammers, die allerdings später vom Tennis zum Golf wechselte.

Der Aufstieg in die Westfalenliga 2014 war sicherlich das sportliche Highlight, auch durch die Unterstützung von Gisela Kalus aus Ledgen. Ebenfalls 2014 stießen Edith Seesko, die vom TC Rot-Weiß Dülmen nach Lette wechselte, sowie Aoi Buhne von der DJK VBRS Coesfeld zur Mannschaft dazu.

Das erste Spiel führte die Damen bei einigem Wind und Regen am 7. Mai 2005 nach Brilon. Überhaupt stehen im Verband lange Wege an, die Teams kommen aus dem ganzen Ruhrgebiet, aus der Nähe von Osnabrück oder dem Ostwestfälischen.

Zweimal in der Woche trainieren die Damen, die schon seit 1994 als Mannschaft zusammenspielen, auf dem Platz in Lette, "Keine von uns spielt seit der Jugend, wir sind alle spät angefangen", so Marianne Füchter. Und da sie bereits seit 10 Jahren in der Ü-50-Klasse aktiv sind, zählen sie auch dort nicht mehr zu den Jüngsten. Das tut dem Erfolg aber keinen Abbruch, gegen Bergkamen wurde ganz aktuell im letzten Saisonspiel ein eindrucksvoller 6-3 Erfolg und damit der vierte Platz in der Abschlusstabelle erspielt. "Unsere Jüngste ist 56 Jahre alt, die älteste 66", so Marianne Füchter.

Die Klasse wurde nicht nur über die Jahre immer wieder gehalten, oft konnten die Letteranerinnen auch im Aufstiegskampf ein Wörtchen mitreden. Und auch das Intermezzo in der Westfalenliga wäre fast in die Verlängerung gegangen, ein Sieg fehlte am Ende zum Klassenerhalt.

Etwas schade finden sie es schon, dass aktuell keine Spielerinnen aus dem Verein nachrücken. Erfreulich ist es aber, dass sich immer wieder Sponsoren aus dem Ort finden. So hat die Gaststätte Piepenbrüöker den Tennisdamen erst kürzlich Geld gespendet. Sport Brocks hilft dem gesamten Verein mit vergünstigten Bällen aus.

Nach der Saison ist ja bekanntlich vor der Saison - und so wollen die Damenauch nach der Spielpause wieder vorne mitmischen.